Warum Hersteller und Dienstleister Architekten ansprechen
Architekturbüros kaufen selbst: CAD- und BIM-Software, Visualisierung, Großformatdrucker, IT, Fachliteratur und Fortbildung. Der größere Hebel liegt aber in ihrem Einfluss auf fremde Budgets. Im Leistungsverzeichnis legt das Büro fest, welche Fassade, welche Fenster, welcher Boden und welche Haustechnik ausgeschrieben werden. Bauproduktehersteller betreiben deshalb Objektberatung bei Architekten. Fachplaner für Tragwerk, Haustechnik, Brandschutz und Energieberatung suchen Büros als Auftraggeber und Kooperationspartner.
Wer im Büro entscheidet
Viele Büros sind klein und inhabergeführt. Über Software, Geräte und Kooperationen entscheiden Inhaber oder Partner. Bei Produkten für ein bestimmtes Gebäude redet der Projektleiter des Vorhabens mit, in Abstimmung mit dem Bauherrn. Architekten reagieren auf Unterlagen, die Arbeit sparen: CAD-Details, BIM-Objekte, Ausschreibungstexte, Prüfzeugnisse. Ein Prospekt ohne diese Unterlagen landet selten im Projektordner. Für Software und IT zählt außerdem, wie gut ein Werkzeug mit den Formaten der Fachplaner zusammenarbeitet, denn ein Büro tauscht Pläne laufend mit Tragwerksplanern und Haustechnikern aus. Gehen Sie fachlich vor: Rufen Sie mit einem konkreten Anlass an, etwa einem neuen Prüfzeugnis, und schicken Sie die Unterlagen danach auf Wunsch per E-Mail. Wie Sie solche Kontakte planvoll aufbauen, beschreibt der Beitrag zur Kundenakquise im B2B.
Der richtige Zeitpunkt liegt in der Planung
In Deutschland gliedert die HOAI die Leistungen in neun Leistungsphasen. Produkte werden vor allem in der Ausführungsplanung und bei der Vorbereitung der Vergabe festgelegt, also in den Leistungsphasen 5 und 6. Wer erst kommt, wenn der Rohbau steht, ist meist zu spät, dann entscheidet höchstens noch der ausführende Betrieb über Alternativen. Noch früher fallen in Entwurf und Genehmigungsplanung die Grundsatzentscheidungen über Bauweise, Material und Energiekonzept, etwa Holz- oder Massivbau. Wer dort mit Wissen hilft, wird später auch bei den Details gefragt.
Bei öffentlichen Auftraggebern ist in der Regel produktneutral auszuschreiben, ein Markenname steht dann allenfalls mit dem Zusatz „oder gleichwertig“ im Text. Für Hersteller heißt das: Technische Eigenschaften und Nachweise müssen so beschrieben sein, dass der Planer sie neutral übernehmen kann.
Berufsrecht und Kammern
In Deutschland ist die Berufsbezeichnung „Architekt“ geschützt. Führen darf sie nur, wer in die Architektenliste der zuständigen Länderkammer eingetragen ist. Die Berufsordnungen der Kammern regeln auch, wie Büros für sich werben. Agenturen, die Marketing für Architekten anbieten, sollten diese Regeln kennen. In Österreich gehören Architekten zu den Ziviltechnikern und ihrer eigenen Kammer. In der Schweiz ist der Titel nicht bundesweit geschützt, einzelne Kantone regeln die Berufsausübung selbst.
Passende Filter in LeadSuche
Mit Bundesland und Stadt legen Sie das Gebiet Ihres Objektberaters fest. Der Wert für digitale Reife und die Angaben zum Tech-Stack zeigen, wie digital ein Büro nach außen auftritt, das ist für Software- und Visualisierungsanbieter ein brauchbarer erster Hinweis. Der Innovationswert hilft Herstellern neuer Baustoffe, offene Büros zuerst anzusprechen. Der Filter „Mit Blog“ zeigt Büros, deren Website einen Blog hat, oft der Ort für veröffentlichte Projekte. Die Größe, soweit bewertet, trennt das Einzelbüro vom Büro mit mehreren Projektteams.
Planer arbeiten eng mit Bauunternehmen und Tischlereien zusammen, deren Adressen Sie ebenfalls filtern können. Warum eine durchsuchbare Datenbank hier besser passt als eine gekaufte Liste, erklärt der Beitrag Firmendaten selbst durchsuchen statt Liste kaufen. Architekturbüros in Ihrem Gebiet filtern.
Häufige Fragen
Vor oder während der Ausführungsplanung und der Vorbereitung der Vergabe. Dann legt das Büro fest, welche Produkte ins Leistungsverzeichnis kommen. Später entscheidet meist nur noch der ausführende Betrieb über Alternativen.
In Deutschland darf die Berufsbezeichnung Architekt nur führen, wer in die Architektenliste einer Länderkammer eingetragen ist. Die Kammern bieten dazu in der Regel eine öffentliche Suche an. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln.
Einen eigenen BIM-Filter gibt es nicht. Der Wert für digitale Reife und die Tech-Stack-Angaben geben einen Hinweis, wie digital ein Büro auftritt. Ob es mit BIM plant, klären Sie am besten im ersten Gespräch.