Was Notariate brauchen
Ein Notariat braucht Software für Urkunden, Kostenberechnung und Registeranmeldungen, IT-Sicherheit und Datensicherung, Scanner und Signaturtechnik, Archivierung und Aktenvernichtung, Fortbildung für Notarfachangestellte, Personalgewinnung, Übersetzer und Büroausstattung mit Besprechungsräumen für Beurkundungen. Seit dem 01.01.2022 verwahren deutsche Notare ihre Urkunden zusätzlich elektronisch im Elektronischen Urkundenarchiv der Bundesnotarkammer. Scan- und Signaturabläufe sind damit Tagesgeschäft, und Anbieter, die diese Abläufe beschleunigen, haben einen konkreten Gesprächsanlass. Bedarf an Fortbildung haben auch die Mitarbeiter, denn sie arbeiten mit Vorgaben aus Grundbuch-, Register- und Kostenrecht, die sich regelmäßig ändern.
Ein Amt mit festen Grenzen
Notare sind nach § 14 BNotO zur Unparteilichkeit verpflichtet und müssen nach § 29 BNotO jedes gewerbliche Verhalten unterlassen, insbesondere Werbung, die dem öffentlichen Amt widerspricht. Angebote, die auf Mandatsvermittlung, Provisionen oder Tippgebermodelle hinauslaufen, passen deshalb nicht. Klassisches Marketing hat hier wenig Raum, Organisation und Technik dagegen viel. Die Gebühren sind im Gerichts- und Notarkostengesetz festgelegt. Ein Notar gewinnt also nichts über den Preis, wohl aber über Zeit. Argumentieren Sie mit schnelleren Abläufen, weniger Fehlern und entlasteten Mitarbeitern, nicht mit mehr Umsatz.
Zur Verschwiegenheit verpflichtet § 18 BNotO. Dienstleister mit Zugang zu Urkundsdaten muss der Notar nach § 26a BNotO vertraglich zur Verschwiegenheit verpflichten. Halten Sie eine solche Vereinbarung bereit, bevor Sie nach einem Termin fragen.
Nurnotar oder Anwaltsnotar
In Deutschland gibt es je nach Region zwei Formen. In einem Teil der Länder arbeiten hauptberufliche Notare, die nur dieses Amt ausüben. In anderen Ländern sind Anwaltsnotare tätig, die zugleich als Rechtsanwalt arbeiten. Beim Anwaltsnotar ist das Notariat oft Teil einer Anwaltskanzlei, Entscheidungen laufen dann über die Sozietät, und ein Angebot muss beide Seiten der Arbeit bedienen. Die Zahl der Notarstellen richtet sich nach dem Bedarf, neue Notariate sind selten. Eine Amtsnachfolge oder ein Umzug ist deshalb ein seltener, aber guter Anlass.
In Österreich ist die Zahl der Notarstellen ebenfalls festgelegt. In der Schweiz regelt jeder Kanton das Notariat selbst. In einigen Kantonen sind Notariate staatliche Ämter, die über öffentliche Beschaffung einkaufen, in anderen arbeiten freiberufliche Notare.
Ansprache im Alltag des Notariats
Beurkundungstermine füllen den Tag des Notars. Der richtige erste Ansprechpartner ist oft die Büroleitung, in vielen deutschen Notariaten der Bürovorsteher. Schreiben Sie zuerst einen kurzen, sachlichen Brief und rufen Sie danach im Büro an. Fragen Sie nach den Abläufen, die heute am meisten Zeit kosten, etwa Vollzug, Registeranmeldung oder Archivierung, und bieten Sie eine kurze Vorführung außerhalb der Beurkundungszeiten an. Ein Notariat entscheidet selten spontan. Ist eine Lösung aber eingeführt, bleibt sie meist lange.
Passende Filter in LeadSuche
Das Bundesland ist hier wichtiger als in anderen Branchen, weil es mitbestimmt, ob Sie eher auf Nurnotare oder auf Anwaltsnotare treffen. Grenzen Sie danach über die Stadt ein. Der Kontaktfilter „Mit Geschäftsführer“ zeigt Notariate, für die der Notar namentlich veröffentlicht ist, der Wert für digitale Reife hilft Technikanbietern beim Sortieren. Anwaltsnotare finden Sie teils auch unter Rechtsanwälten. Warum es bei Firmendaten auf die Herkunft ankommt, erklärt der Beitrag Adressdaten kaufen: seriöse Anbieter und Datenqualität. Notariate nach Bundesland filtern.
Häufige Fragen
Nur sehr eingeschränkt. § 29 BNotO verpflichtet Notare, jedes gewerbliche Verhalten zu unterlassen, insbesondere Werbung, die dem öffentlichen Amt widerspricht. Marketingangebote haben bei Notariaten deshalb wenig Raum, Technik und Organisation dagegen viel.
In einem Teil der deutschen Länder sind Anwaltsnotare tätig, die zugleich als Rechtsanwalt arbeiten. Ihr Notariat ist dann oft Teil einer Kanzlei mit gemeinsamer Website und gemeinsamem Impressum.
Seit 2022 verwahren deutsche Notare ihre Urkunden zusätzlich elektronisch bei der Bundesnotarkammer. Scannen, Signieren und Übertragen gehören damit zum Tagesgeschäft. Lösungen, die diese Schritte schneller oder sicherer machen, sind ein konkreter Gesprächsanlass.