Wer Unternehmensberatungen anspricht und warum
Unternehmensberatungen sind für zwei Gruppen interessant. Die erste verkauft ihnen, was die eigene Beratungsarbeit trägt: Software für Projektsteuerung und Zeiterfassung, CRM, Werkzeuge für Workshops und Analysen, Weiterbildung und Zertifizierungen, Seminarräume und Coworking-Flächen. Die zweite Gruppe sucht Beratungen nicht als Käufer, sondern als Multiplikatoren. Softwareanbieter, IT-Dienstleister und Finanzdienstleister brauchen Partner, die ihre Lösung beim Mittelstand einführen oder weiterempfehlen. Für ein solches Partnerprogramm ist eine gut gefilterte Liste der Beratungen einer Region oft der schnellste Start.
Beachten Sie dabei: Berater verkaufen selbst. Eine austauschbare Vorlage erkennen sie sofort. Was zählt, ist der Nutzen für ihre Mandanten, etwa ein Werkzeug, mit dem ein Projekt schneller fertig wird, oder ein Partnermodell, das ihnen neue Aufträge bringt.
Entscheider und der passende Kanal
Viele Beratungen sind Einzelunternehmen oder kleine Partnerschaften. Dort entscheidet die Person, die im Impressum steht, und sie arbeitet tagsüber häufig beim Kunden. Ein Anruf am Vormittag landet dann auf der Mailbox, ein kurzer Brief wird zwischen zwei Terminen gelesen. Größere Beratungshäuser haben Partner je Fachbereich und eine Verwaltung, die Einkauf und IT bündelt. Hier fragen Sie in der Zentrale nach dem zuständigen Partner und nennen gleich den Fachbereich, für den Ihr Angebot gedacht ist.
Investitionen in eigene Werkzeuge planen viele Beratungen zum Geschäftsjahreswechsel. Wer Software oder Weiterbildung anbietet, meldet sich deshalb sinnvollerweise im Herbst, bevor die Budgets für das neue Jahr feststehen. Partnerprogramme brauchen dagegen keinen Stichtag, sondern einen Anlass: ein neues Förderprogramm, eine Gesetzesänderung oder ein Produkt, über das die Mandanten der Beratung gerade sprechen.
Berufsbild und Rechtslage in DACH
In Deutschland ist die Bezeichnung „Unternehmensberater“ nicht geschützt. Entsprechend breit ist das Feld, von der Strategieberatung über IT- und Prozessberatung bis zur Fördermittelberatung. Den Schwerpunkt erkennen Sie zuverlässig nur an der Website der Beratung. In Österreich ist die Unternehmensberatung ein reglementiertes Gewerbe, die Betriebe sind in der Wirtschaftskammer im Fachverband UBIT organisiert. Wer dort Partner sucht, trifft auf Berater mit nachgewiesener Befähigung und einer gemeinsamen Interessenvertretung.
Für die Ansprache gelten die allgemeinen Regeln: Eine Werbe-E-Mail braucht in allen drei Ländern grundsätzlich eine vorherige Einwilligung. Ein Anruf ist in Deutschland bei mutmaßlicher Einwilligung nach § 7 UWG möglich, wenn Ihr Angebot erkennbar zum Geschäft der Beratung passt, in Österreich dagegen nur mit Einwilligung. Die Einzelheiten je Land erklärt der Beitrag zur Rechtslage der Kaltakquise in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dieser Hinweis ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.
Welche Filter bei Beratungen helfen
- Rechtsform: trennt Einzelunternehmen von GmbH und AG und damit den Solo-Berater vom Beratungshaus mit eigener Verwaltung.
- Kontaktverfügbarkeit Geschäftsführung: zeigt nur Beratungen, bei denen ein Entscheider namentlich bekannt ist.
- Innovationsgrad und digitale Reife: Beratungen mit hohen Werten sind naheliegende Partner für Softwareanbieter, solche mit niedrigen Werten eher Kunden für Website, Marketing und die eigene Digitalisierung.
- Stadt und PLZ: für ein regionales Partnernetz, etwa alle Beratungen in den PLZ-Bereichen Ihrer Niederlassungen.
Wer Beratungen als Vertriebspartner gewinnen will, findet weitere Ansätze im Beitrag mit zwölf Strategien für die Neukundengewinnung. Oft ergänzen sich Beratungen mit Steuerberatern und IT-Dienstleistern, die denselben Mittelstand betreuen. Suche und Trefferzahl sind kostenlos: Beratungen nach Region und Rechtsform filtern.
Häufige Fragen
Ja, sofern sie eine eigene Website mit Impressum betreiben. Mit dem Filter Rechtsform trennen Sie Einzelunternehmen von Gesellschaften. Die Geschäftsanschrift eines Einzelberaters ist ein personenbezogenes Datum, für ihre Nutzung gilt deshalb die DSGVO.
Die Branche Unternehmensberatung fasst alle Schwerpunkte zusammen. Ob eine Beratung auf Strategie, IT, Personal oder Fördermittel ausgerichtet ist, zeigt ihre Website, die jeder freigeschaltete Datensatz enthält. Ein kurzer Blick vor dem Erstkontakt macht die Ansprache deutlich treffender.
Viele Berater sind tagsüber beim Kunden. Ein Brief wird eher gelesen als ein Anruf am Vormittag angenommen. Für Angebote, die das eigene Budget der Beratung betreffen, ist der Herbst vor dem Geschäftsjahreswechsel ein guter Zeitpunkt.