Wer an Versicherungsmakler verkauft
Makler sind ein klassischer Zielmarkt für Anbieter, die ihnen Verwaltung, Vertrieb oder Haftungsrisiken abnehmen. Dazu gehören Maklerverwaltungsprogramme und Vergleichsrechner, Maklerpools und Deckungskonzepte, Weiterbildungsanbieter, Dienstleister für Bestandsübertragung und Nachfolge, Telefonservice und Büroorganisation sowie Agenturen für Website und lokale Sichtbarkeit. Auch Versicherer und Assekuradeure suchen neue Vertriebspartner für Spezialprodukte, etwa in der Gewerbe- oder Cyberversicherung.
Anders als der gebundene Vertreter arbeitet der Makler im Auftrag seiner Kunden und wählt die Produkte selbst aus. Ein Angebot überzeugt ihn deshalb, wenn es ihm hilft, Kunden besser zu beraten, Bestand schneller zu verwalten oder seine Haftung sauber zu dokumentieren.
Entscheider und Erreichbarkeit
Viele Maklerbüros werden vom Inhaber geführt, oft mit einem kleinen Innendienst. Der Inhaber entscheidet über Software, Pools und Partnerschaften, der Innendienst nimmt die Anrufe an und entscheidet, was durchgestellt wird. Größere Maklerhäuser haben Bereichsleitungen für Privat- und Gewerbekunden. Dort lohnt die Frage nach der zuständigen Sparte, bevor Sie Ihr Angebot vorstellen.
Makler telefonieren selbst viel und sind Anrufe gewohnt. Ein Gespräch mit klarem Bezug zu ihrem Bestand oder ihrer Zielgruppe wird eher angenommen als eine allgemeine Produktvorstellung. Nennen Sie in den ersten Sätzen, für welche Sparte Ihr Angebot gedacht ist und welche Arbeit es dem Büro abnimmt.
Ein guter Einstieg ist eine Frage zum Bestand: Welche Sparten wachsen, wo kostet die Verwaltung am meisten Zeit, welche Anfragen lehnt das Büro heute ab, weil ihm ein passendes Produkt fehlt? Aus den Antworten ergibt sich, ob Ihr Angebot passt, und der Makler merkt, dass Sie sein Geschäft verstehen.
Saison und Pflichten der Branche
Das Maklerjahr hat feste Spitzen. In Deutschland sind Kfz-Verträge, die zum Jahresende auslaufen, in der Regel bis zum 30. November kündbar. Von Oktober bis in den Dezember haben viele Büros deshalb wenig Zeit für neue Anbieter. Der Jahresbeginn und der Sommer eignen sich besser für Gespräche über Software, Pools oder Kooperationen.
Versicherungsmakler brauchen in Deutschland eine Erlaubnis nach § 34d GewO, eine Berufshaftpflichtversicherung und einen Eintrag im Vermittlerregister. Hinzu kommt die jährliche Weiterbildungspflicht, die auf die europäische Vertriebsrichtlinie IDD zurückgeht. In Österreich ist die Versicherungsvermittlung ein reglementiertes Gewerbe, die Eintragung steht im GISA. Für Ihre Ansprache heißt das: Weiterbildung, Haftung und Dokumentation sind echte Themen, an die ein Angebot anknüpfen kann. Viele Vermittler nennen ihre Registrierung im Impressum. Daran sehen Sie, ob ein Büro als Makler oder als Vertreter arbeitet.
Werbe-E-Mails brauchen auch gegenüber Maklern eine vorherige Einwilligung. Wie ein Erstkontakt per E-Mail rechtlich sauber aufgebaut wird, beschreibt der Beitrag Kaltakquise per E-Mail im B2B. Das ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.
Filter für die Maklersuche
- Land: getrennte Listen für Deutschland, Österreich und die Schweiz, weil Anrufe und E-Mails dort unterschiedlich geregelt sind.
- Rechtsform: trennt den Einzelmakler von der Makler-GmbH mit mehreren Beratern.
- Digitale Reife: Büros mit niedrigen Werten sind Kandidaten für Website und Online-Terminvergabe, Büros mit hohen Werten eher offen für Schnittstellen und Kundenportale.
- Kontaktverfügbarkeit Telefon: für die Telefonakquise in Deutschland und der Schweiz.
Wie ein Anruf bei einem Maklerbüro aufgebaut sein kann, zeigt der Leitfaden zur Telefonakquise mit Gesprächsbeispielen. Wer Finanz- und Immobilienthemen verbindet, findet bei den Immobilienmaklern eine verwandte Zielgruppe. Starten Sie mit einer kostenlosen Trefferzahl: Maklerbüros nach Land und Kontaktweg filtern.
Häufige Fragen
Die Branche wird automatisch aus der Website des Unternehmens bestimmt. Ob ein Büro als Makler oder als gebundener Vertreter arbeitet, zeigt verlässlich erst der Registereintrag, den viele Vermittler im Impressum angeben. Prüfen Sie ihn bei Angeboten, die nur für Makler gedacht sind.
Meiden Sie die Wochen vor dem 30. November, wenn in Deutschland der Wechsel der Kfz-Versicherung zum Jahresende läuft. Januar bis März und die Sommermonate lassen mehr Raum für Gespräche über Software, Pools oder Kooperationen.
In der Schweiz ist ein Werbeanruf bei einem Unternehmen ohne Einwilligung zulässig, solange die Nummer im Telefonbuch steht und keinen Sterneintrag trägt (Art. 3 Abs. 1 lit. u UWG). Werbe-E-Mails brauchen dagegen grundsätzlich eine Einwilligung. Das ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.