Vom Dachstuhl zum Holzbau
Das klassische Bild der Zimmerei ist der Dachstuhl. Viele Betriebe sind längst breiter aufgestellt: Holzrahmen- und Elementbau, Aufstockungen, Anbauten, Carports, energetische Dachsanierung und Fassaden aus Holz. Ein Teil der Betriebe nennt sich deshalb Holzbauunternehmen. In Österreich ist der Meistertitel als Holzbau-Meister geläufig, in der Schweiz heißt der Beruf Zimmermann und viele Firmen tragen Holzbau im Namen.
Für den Vertrieb ist dieser Unterschied wichtig. Ein Betrieb, der Wandelemente in der Halle vorfertigt, kauft anders ein als eine Zimmerei, die vor allem Dachstühle auf der Baustelle richtet.
Wer an Zimmereien verkauft
Holz kommt vom Sägewerk oder Holzhandel, dazu Plattenwerkstoffe, Dämmstoffe, Folien, Verbindungsmittel und Holzschutz. Größere Investitionen betreffen Abbundanlagen, Hallenkrane, Fahrzeuge mit Ladekran und Software für Planung, Abbund und Kalkulation. Daneben sprechen Anbieter von Arbeitsschutz, Gerüsten, Leasing und Personal die Branche an.
Auftraggeber suchen Zimmereien für Aufstockungen, Holzhäuser und Sanierungen: Architekten, Bauträger und Generalunternehmer, aber auch Solaranbieter, wenn ein Dach vor der Montage verstärkt werden muss. Für sie zählt, ob der Betrieb die Planung selbst übernehmen kann und welche Projektgröße er bewältigt.
Drei Merkmale auf der Website helfen bei der Einordnung vor dem ersten Kontakt:
- Referenzen: Dachstühle und Carports deuten auf das klassische Geschäft, Aufstockungen und mehrgeschossige Gebäude auf einen Betrieb mit eigener Planung.
- Fertigung: Wer eine eigene Halle, Elementbau oder Vorfertigung nennt, ist ein Kandidat für Maschinen und Software.
- Leistungen rund um das Dach: Dämmung, Dachfenster und Solarvorbereitung zeigen, ob der Betrieb auch für Sanierungsprojekte infrage kommt.
Ansprechpartner zwischen Halle und Baustelle
In kleinen Betrieben entscheidet der Zimmermeister über alles, vom Holzeinkauf bis zur Software. Größere Holzbauunternehmen haben ein technisches Büro oder eine Arbeitsvorbereitung, die Pläne erstellt, den Abbund vorbereitet und über Software und Maschinen mitentscheidet. Für Technikanbieter ist dort der erste Kontakt oft fruchtbarer als bei der Geschäftsführung, die am Ende unterschreibt.
Weil ein großer Teil der Arbeit in der Halle vorbereitet wird, hängt der Holzbau weniger am Wetter als die Dachdeckerei. Die Montage draußen bleibt aber wetterabhängig, im Winter verlagert sich ein Teil der Arbeit in Abbund und Vorfertigung in der Halle. Gespräche über neue Maschinen oder Software passen gut in diese Phase, Lieferzeiten für Abbundanlagen sollten Sie dabei offen ansprechen. Im mehrgeschossigen Holzbau kommen Brandschutz und Schallschutz hinzu, Themen, bei denen Planer und Hersteller Betriebe mit Erfahrung suchen.
Zimmereien in LeadSuche eingrenzen
- Land, Stadt und PLZ, um Gebiete und Vorführtermine zu planen.
- Rechtsform und, wo vorhanden, Größenklasse für Betriebe mit eigener Planung und Halle.
- Der Score Innovationsgrad als Hinweis auf Betriebe, die in Vorfertigung und Software investieren.
- Kontaktverfügbarkeit für Betriebe mit Telefonnummer oder genannter Geschäftsführung.
Wie Sie aus einer gefilterten Liste einen planbaren Vertriebsprozess machen, beschreibt der Beitrag über Prozesse und Kanäle im B2B-Vertrieb. Rund um das Dach arbeiten außerdem Dachdeckerbetriebe, im Innenausbau Tischlereien. Zimmereien nach Region filtern
Häufige Fragen
Im Kern ja, beide gehen aus dem Zimmererhandwerk hervor. Holzbauunternehmen betonen meist Vorfertigung und ganze Gebäude. Ob ein Treffer eher Dachstühle oder Elementbau anbietet, zeigt seine Website.
Bei kleinen Betrieben direkt den Inhaber, bei größeren zuerst die Arbeitsvorbereitung oder das technische Büro. Die Wintermonate eignen sich gut, weil dann Investitionen für die nächste Saison geplant werden.
Ja, der Filter Land trennt Deutschland, Österreich und die Schweiz. So können Sie Begriffe und Argumente je Land anpassen, etwa Holzbau-Meister in Österreich.